Citizen CL L102 C3x

Eine interessante ChipOnBoard LED fuer Allgemein Leuchten habe ich von Endrich als Distributor der japanischen Citizen zugestellt bekommen. Es handelt sich dabei um einen linearen LED Array, welcher 8 parallele Chips in einer Dreierserie *24Dice* verschaltet beherbergt. In der 3Watt Version *C3x* verlassen 245 kaltweisse *5000K* oder 150 warmweisse *2900K* Lumen das LED Leuchtmittel.

Auf den ersten Blick scheint es als ob die CL-102 robuster gebaut wird als die herkoemmlichen PowerLEDs, die ja keine mechanische Belastung auf dem Dome vertragen. Das LEA ist mir aber zu wertvoll, um da einen mechanischen Belastungstest à la Mythbusters zu unternehmen. Auch die Einbauhoehe von knappen 2mm laesst das Designerherz hoeher schlagen, aber im zweiten Gedanken werden einem dann die Grenzen wieder einfallen und die, an sich intelligenten, Befestigungspunkte werden als stoerend, weil Platz verschwendend, empfunden. Herkoemmliche PowerLEDs auf der Sternenplatine oder Emitter koennen schoen dicht aneinander geklebt werden. Die Grundplatine des Arrays *LEA* ist aber wie gewohnt Potenzialfrei.

Datasheet *C3N | C3L*
Die Abmessungen der LEA betragen 50x7x2.2mm *LxBxH*, wobei die effektive Leuchtflaeche lediglich 24x3mm Platz einnimmt. Aufgebracht ist das Array direkt auf einem Alutraeger, der mit 2 Schrauben fixiert werden will. Die Junction Temperatur darf 120°C nicht ueberschreiten, aber dank einem thermische Widerstand von nur 6.0°C/W, kann diese Waerme sehr gut vom Chip gefuehrt werden. Die Citizen LEA fordert bei 500mA ca. 11.5VDC und verkraftet kein einziges Verpolen, die Anode ist aber auch gut sichtbar mit einem gruenen Balken gekennzeichnet. Laut Datenblatt verlassen 150 Lumen die LEA, vom Abstrahlwinkel ist nichts zu lesen, weder im Datenblatt noch auf Distributorenseiten. Da lediglich eine transparente Plastikabdeckung die Chips schuetzt, wird der Abstrahlwinkel etwa 140° und mehr betragen. Hier wird auch wieder ein Umdenken in der Konstruktion verlangt, denn es handelt sich schon um einen Flaechenstrahler, gegenueber den herkoemmlichen Punktquellen. Die Verarbeitung ist ein Kinderspiel, doch sollten die ESD Vorschriften eingehalten werden, der Aufbau verfuegt ueber keinerlei Schutzfunktion!

Binning
Es sind zur Zeit 2 Bins verfuegbar, N.5000K und L.2900K, welche wiederum in 4 Untergruppen eingeteilt sind, die einen genaueren X,Y Farbort definieren. Auf Anfrage und bei Stueckzahlen koennen aber auch D.6300K, W.4100K und WW.3500K Binnings bestellt werden. Mir persoenlich gefallen die sehr warmen, goldigen 2900K des Standard Bin L, aber ich hab auch nur den Vergleich zum N Bin. Da nur eine einzelne LEA pro Farbe geliefert wurde, kann ich nichts zum Wavelengthshift sagen, aus den Datenblaettern sind die Bins aber nochmals geviertelt, was wahrscheinlich eine enge Auswahl versprechen soll.

Es werden jetzt wahrscheinlich vermehrt solche LED Arrays auf den Markt kommen, gesehen haben wir das ja schon bei Lamina, SSC und Osram. Ich hab mir schon einige Gedanken um eine Namenskonvention gemacht und werde meinen Vorschlag in einem weiteren Artikel verbreiten… 😉

 

Hat schon jemand laengere Erfahrung mit dieser LED?

Ein Gedanke zu „Citizen CL L102 C3x“

  1. kann mir jemand einen Linsenhersteller bzw. Lieferanten nennen, der fĂŒr die langen LedÂŽs Linsen anbietet. Hab ĂŒber Umwege schon eine bekommen, leider ist nur die Quelle dabei verloren gegangen. Vielen Dank fĂŒr eure Tips.

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